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Füchse, Burschen und alte Herren
Zum offiziellen Erscheinungsbild eines
ABSOLVEN gehören das Couleurband, die Mütze, die
Verbindungsnadel und die Bierzipfel. Diese Bierzipfel,
kleine metallene Abzeichen an einem Band in den
jeweiligen Verbindungsfarben (Absolvia Hof: weiß-grün
weiß), schenken sich die Bundesbrüder zu offiziellen
Anlässen als Zeichen besonderer Wertschätzung.
Den ersten Bierzipfel bekommt jeder Fuchs von seinem
Leibburschen - einer Art Pate in der Verbindung -
geschenkt. In ihm befindet sich versteckt
zusammengefaltet ein Geldschein. Dieser ist symbolisch
für den letzten Trunk im Leben des ABSOLVEN gedacht. |
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Der "Kantusprügel" - ein besonderes Liederbuch
Das "Allgemeine Deutsche Kommersbuch" bildet die Grundlage
studentischen Gesangs. Nur Lieder, die im Kommersbuch enthalten
sind, werden bei den Zusammenkünften der Verbindung gesungen.
Dabei enthält es Lieder zum Thema Vaterland und Heimat,
Volkslieder, Trinklieder, sowie Spaß- und Nonsenslieder. Im
Jargon der Verbindung wird es als "Kantusprügel" bezeichnet.
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1858 erschien das Kommersbuch zum ersten Mal. Es wurde bis vor
wenigen Jahren vom Verlag Moritz Schauenburg verlegt und wird
inzwischen im Morstadt-Verlag herausgegeben. Im Jahr 2004 erlebt
es seine 162. Auflage.
Das "Allgemeine Deutsche Kommersbuch" wird auf Wunsch eigens für
den Besteller von Hand gebunden und entsprechend ausgestattet.
Also etwa in Leder gebunden, mit dem Zirkel der Verbindung und
mit ihrem Farbschnitt versehen. In Leder gebundene Kommersbücher
besitzen häufig sogenannte "Biernägel". Dabei handelt es sich um
halbkugel- oder pyramidenförmige Ziernägel, die verhindern, dass
ein liegendes Kommersbuch mit eventuell vergossenem Bier in
Berührung gerät.
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Warum die Farben weiß - grün - weiß?
Die Absolvia war an der Gewerbeschule entstanden. Zweck
dieser dreiklassigen Einrichtung war es, technisch geschulte
Kräfte für die Industrie auszubilden und das Gewerbe in seiner
Leistungsfähigkeit zu stärken. Deswegen lag der Schwerpunkt auf
den Fächern Mathematik, Zeichenkunst, Mechanik, Chemie und
Physik. Als einzige Fremdsprache wurde Französisch angeboten,
die allgemeinbildenden Fächer Deutsch, Geschichte und Geografie
konnten zunächst nur am benachbarten Gymnasium (in der s.g.
"transitorischen Klasse") oder an der Sonn- und Feiertagsschule
besucht werden. Reinen Fachschulcharakter besaß vor allem die
landwirtschaftliche Abteilung, wo im Rahmen der "Enzyklopädie
der Landwirtschaft" auch Tierheilkunde, Wiesendrainage,
Feldmesskunst, ja sogar Hufbeschlag und Seidenraupenzucht
gelehrt wurde.
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1877 erfolgte in Bayern die längst überfällige
Umwandlung der Gewerbeschulen in Realschulen. Nach dem
Vorbild der übrigen deutschen Länder sollten nun in
sechs Schuljahren "eine höhere bürgerliche Bildung auf
sprachlich-historischer und
mathematisch-naturwissenschaftlicher Grundlage"
vermittelt werden.
Aus dieser Zeit der sechsklassigen Realschule stammen
unsere Verbindungsfarben weiß - grün -weiß. Sie dürften
ab dem Sommer 1882 das erste Mal getragen worden sein.
Damals noch als Band an der Schülermütze und damit als
äußerliches Kennzeichen eines Schülers in der
Abschlussklasse. Dieses Mützenband wurde dann das
Traditionsband ehemaliger Realschulabsolventen.
Die Farben der Mützenbänder in Hof waren:
- 1. Klasse weiß - rot
- 2. Klasse blau - weiß
- 3. Klasse weiß - grün
- 4. Klasse rot -weiß -rot
- 5. Klasse grün - weiß - grün
- 6. Klasse weiß - grün - weiß
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