RAAV ABSOLVIA HOF VON 1869 IM FAC

 

Füchse, Burschen und alte Herren

Zum offiziellen Erscheinungsbild eines ABSOLVEN gehören das Couleurband, die Mütze, die Verbindungsnadel und die Bierzipfel. Diese Bierzipfel, kleine metallene Abzeichen an einem Band in den jeweiligen Verbindungsfarben (Absolvia Hof: weiß-grün weiß), schenken sich die Bundesbrüder zu offiziellen Anlässen als Zeichen besonderer Wertschätzung.

Den ersten Bierzipfel bekommt jeder Fuchs von seinem Leibburschen - einer Art Pate in der Verbindung - geschenkt. In ihm befindet sich versteckt zusammengefaltet ein Geldschein. Dieser ist symbolisch für den letzten Trunk im Leben des ABSOLVEN gedacht.

Bierzipfel der Absolvia Hof

Der "Kantusprügel" - ein besonderes Liederbuch

Das "Allgemeine Deutsche Kommersbuch" bildet die Grundlage studentischen Gesangs. Nur Lieder, die im Kommersbuch enthalten sind, werden bei den Zusammenkünften der Verbindung gesungen. Dabei enthält es Lieder zum Thema Vaterland und Heimat, Volkslieder, Trinklieder, sowie Spaß- und Nonsenslieder. Im Jargon der Verbindung wird es als "Kantusprügel" bezeichnet.

1858 erschien das Kommersbuch zum ersten Mal. Es wurde bis vor wenigen Jahren vom Verlag Moritz Schauenburg verlegt und wird inzwischen im Morstadt-Verlag herausgegeben. Im Jahr 2004 erlebt es seine 162. Auflage.

Das "Allgemeine Deutsche Kommersbuch" wird auf Wunsch eigens für den Besteller von Hand gebunden und entsprechend ausgestattet. Also etwa in Leder gebunden, mit dem Zirkel der Verbindung und mit ihrem Farbschnitt versehen. In Leder gebundene Kommersbücher besitzen häufig sogenannte "Biernägel". Dabei handelt es sich um halbkugel- oder pyramidenförmige Ziernägel, die verhindern, dass ein liegendes Kommersbuch mit eventuell vergossenem Bier in Berührung gerät.

Allgemeine Deutsche Kommersbuch 

 

Warum die Farben weiß - grün - weiß?

Die Absolvia war an der Gewerbeschule entstanden. Zweck dieser dreiklassigen Einrichtung war es, technisch geschulte Kräfte für die Industrie auszubilden und das Gewerbe in seiner Leistungsfähigkeit zu stärken. Deswegen lag der Schwerpunkt auf den Fächern Mathematik, Zeichenkunst, Mechanik, Chemie und Physik. Als einzige Fremdsprache wurde Französisch angeboten, die allgemeinbildenden Fächer Deutsch, Geschichte und Geografie konnten zunächst nur am benachbarten Gymnasium (in der s.g. "transitorischen Klasse") oder an der Sonn- und Feiertagsschule besucht werden. Reinen Fachschulcharakter besaß vor allem die landwirtschaftliche Abteilung, wo im Rahmen der "Enzyklopädie der Landwirtschaft" auch Tierheilkunde, Wiesendrainage, Feldmesskunst, ja sogar Hufbeschlag und Seidenraupenzucht gelehrt wurde.

1877 erfolgte in Bayern die längst überfällige Umwandlung der Gewerbeschulen in Realschulen. Nach dem Vorbild der übrigen deutschen Länder sollten nun in sechs Schuljahren "eine höhere bürgerliche Bildung auf sprachlich-historischer und mathematisch-naturwissenschaftlicher Grundlage" vermittelt werden.

Aus dieser Zeit der sechsklassigen Realschule stammen unsere Verbindungsfarben weiß - grün -weiß. Sie dürften ab dem Sommer 1882 das erste Mal getragen worden sein. Damals noch als Band an der Schülermütze und damit als äußerliches Kennzeichen eines Schülers in der Abschlussklasse. Dieses Mützenband wurde dann das Traditionsband ehemaliger Realschulabsolventen.

Die Farben der Mützenbänder in Hof waren:

  • 1. Klasse    weiß - rot
  • 2. Klasse    blau - weiß
  • 3. Klasse    weiß - grün
  • 4. Klasse    rot -weiß -rot
  • 5. Klasse    grün - weiß - grün
  • 6. Klasse    weiß - grün - weiß

Asolvia Hof :: Schülermütze und Schülerband weiß-grün-weiß

 

Getreu bis in den Tod!
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